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Die Chaostheorie [Einführung Seite 5]

Wir möchten wissen ob unser Kollege Vanilleeis mag oder nicht. Kein Problem, entweder wir
fragen Ihn oder wir raten. Fragen ist doof, wir raten lieber. Jetzt allerdings haben wir ein
Problem. Denn es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder mag er Vanilleeis oder er mag kein
Vanilleeis. Nun gut, wir raten daß er Vanilleeis mag. Jetzt allerdings müssen wir Ihn doch
fragen ob er Vanilleeis tatsächlich mag. Das heißt wir brauchen eine Rückmeldung von Ihm.

Gut, wir haben daneben gelegen, er sagt daß er kein Vanilleeis mag.

Wir versuchen es anders. Skala von eins bis zehn. Eins für "Ich mag überhaupt kein
Vanilleeis", zehn für "Ich mag sehr gerne Vanilleeis". Aufgrund der vorher gegangenen
Antwort unseres Kollegen tippen wir auf eins.

Scheiße, unser Kollege hat gerade tatsächlich DREI gesagt. Das heißt er mag Vanilleeis ein
kleines bißchen, nicht viel aber immerhin etwas.

Wir stellen fest: Wissen ist genau so zuverlässig wie Raten.



Zufall und Chaos sind ein und dasselbe
                       und
  Zufall und Chaos sind Geschwister



Wir würfeln mit einem Würfel. Er hat Zahlen von eins bis sechs.
Wir wissen wenn wir damit würfeln kommt entweder 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6.
So, und jetzt wollen wir mal berechnen welche Zahl kommt.

Öhh, haben wir irgendwo ein schlaues Buch liegen, öhh, vielleicht kann das der Computer.
Wir fragen unseren Nachbarn, öhh, wir können ja auch mal zur Universität gehen.

Was können wir denn daran wirklich berechnen ?

Eigentlich nur daß sich die Zahl die fällt zwischen eins und sechs befindet.
Und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist mit der eine bestimmte Zahl fällt.

Machen wir mal: Sechs Zahlen sind Hundert Prozent.
Hundert geteilt durch sechs sind 16,66666666666666666666666666666666666.................

TATATATAAAAAA !!!!! Bingo

16 Komma Periode 6, eine unendliche Zahl. Wenn wir damit rechnen wollen müssen wir
unendlich lange damit rechnen damit wir auf das richtige Ergebniss kommen und das geht
nicht.

Nicht nur daß wir nicht bestimmen können welche Zahl fällt, wir können nicht einmal
genau bestimmen mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Zahl fällt.

Wir versuchen darum mal die Abweichung der Wahrscheinlichkeit zu berechnen.
16,67 wär eine Zahl ab der zweiten Stelle auf den nächsten höheren Wert aufgerundet.
Wir nehmen diese Zahl als Hundert Prozent.
Die nächste tiefere Zahl wäre 16,66. Da zwischen bewegt sich ja die Zahl
16,66666666666666666666666666666666666666666666666....................................

Hundert geteilt durch 16,67 mal 16,66 ergibt 99,940012 Prozent. Die Abweichung der
Wahrscheinlichkeit beträgt also 100 minus 99,940012 gleich 0,059988 Prozent.

Moment mal, die Zahl der Wahrscheinlichkeit ist doch viel länger.

Also noch einmal: Hundert Prozent gleich 16,66667. Wir nehmen fünf Stellen. Der andere
Wert wäre also dann 16,66666.
Hundert geteilt durch 16,66667 mal 16,66666 ergibt 99,99994 Prozent. Die Abweichung der
Wahrscheinlichkeit beträgt also 100 Prozent minus 99,99994 Prozent gleich 0,00006 Prozent.

Jetzt müssen wir nur noch mit unendlich vielen Stellen hinter dem Komma rechnen und dann
haben wir die tatsächliche Abweichung der Wahrscheinlichkeit.

Ach so, das geht ja nicht !!!


Da spielen wir doch lieber Lotto. Neunundvierzig Zahlen warten nur auf unser aller Glück.
Wir müssen nur wissen welche Zahlen fallen. Nun ja, welche Zahlen fallen denn !?
Richtig, das wissen wir gar nicht, es ist purer Zufall.
 

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